

Der Juli war im Hinblick auf Clubereignisse eher beschaulich, dies sollte aber eher die berühmte Ruhe vor dem Sturm sein, denn im August wurde schon wieder fürchterlich durchgestartet :
...zunächst mit der Tour ins friesische Jever, wo es erst einmal mit der Besichtigung der dort ansässigen Brauerei (keine Kompromisse…) unter der Führung eines sehr gut gelaunten Mitarbeiters losging -fragt Stoby doch mal, was ein „Spiegeleierbauch“ ist… Nach der gemeinsamen Aufnahme (fester) Nahrung machten wir uns zu Scoma auf, bei denen ein Blackadder-Tasting auf uns wartete…wir waren schließlich nicht zum Spaß da ! Nachdem die Clubmitglieder den Gleichmut von Katharina Setter auf eine harte Probe stellten, indem sie sie mehr als ein halbes dutzend mal ins Lager schickten, um die Laphroaig 43%-Vorräte zu plündern, wurde noch kurz das Altstadtfest in Jever besucht. Leider war die Zeit hier viel zu knapp bemessen, da unsere Sänfte bei der Hinahrt etwas rumgebummelt hatte und wir somit alles um eine Stunde verschieben mussten.
Jeder, der schon einmal versucht hat eine mittelgroße Gartenfete zu schmeißen, wird gemerkt haben, daß hierfür schon einiges Organisationstalent von Nöten ist. Um eine Veranstaltung wie diese hier ins Leben zu rufen, bedarf es schon einiges mehr, insbesondere, wenn man vorhat, die Interessen von ca. 100 Personen aller Altersgruppen unter einen Hut zu bringen. Es war an alles gedacht, vom schicken Toilettenwagen (mit Radio !) bis zur Kinderhüpfburg war alles im Grunde perfekt. Sogar der Platzregen (gutes schottisches Wetter) entlud sich wie bestellt erst, als sich der größte Teil der Meute zum Essen fassen unter den Zelten befand. Vorher aber wurde sich in diversen Highland-Game-Disziplinen gemessen und viele mussten dabei feststellen, daß regelmäßge sportliche Aktivitäten auch nicht durch den Genuß von Maltwhisky ausgeglichen werden können. Trotzdem schlugen sich die zwei Teams des SCB wacker, nicht zuletzt auch durch die freundliche Unterstützung unserer Nurse Imke (Nein, das war KEIN Doping…). Wir haben auf jeden Fall noch Platz nach oben ! In Zeiten von Blähstation´s und diverser volksverblödender Quiz- und Gameshows, war dies ein ausgesprochen erfrischender Beweis dafür, daß man sich auch noch anders nett unterhalten kann.
Wie bereits im Frühjahr hatten sich Corrie und Dietmar etwas besonderes ausgedacht, und zwar die Verkostung von Abfüllungen, die bereits seit langer Zeit vom Markt sind. Ein besonderes Highlight war hier der deutsche Jakob Stück Whisky, der in den 70er Jahren der Partyknaller war. Desweiteren gab es noch einen Tomintoul aus einer Flasche, die aussah, wie eine überdimensionaler Parfümflakon…und auch fast so schmeckte !
Was den lieben Sönke bei der Idee geritten hat, ein Theaterstück im den Clubräumen aufzuführen, weiß keiner. Auf jeden Fall war es das mit Abstand am besten und intensivsten vorbereitete Tasting aller Zeiten, wobei die von den Akteuren gefühlte Vorbereitungszeit immer noch viel zu kurz war. Zumindest schafften es die Damen und Herren der „SCB-Laienspielgruppe“ innerhalb von knapp zwei Monaten einen Krimi auf die Beine zu stellen, dem es zumindest an Kurzweil nicht mangelte und durch die ausgezeichnete Auswahl der Malts abgerundet wurde.
Bliebe noch zu erwähnen, daß die grün-weißen an diesem Wochenende schon zum zweiten Male in diesem Jahr die Bayern aus dem Stadion schossen…2006 war wirklich geil…
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Eine Messe ist für einen Whiskyfreund immer ein besonderes Ereignis, diesmal insbesondere für die Mitglieder des SCB, der während dieses „Heimspieles“ mit einem eigenen Stand vertreten war. Unsere zwei Häutlinge Sven und Sönke hatten eigens zu diesem Zweck einen Tresen gebaut, der mittlerweile die Räumlichkeiten unseres Clubs ziert. Die Mitglieder waren reichlich vertreten, die meisten davon gekleidet mit den kurz zuvor erschienen Club-Shirts, so konnten wir uns ausgezeichnet als Einheit präsentieren und blieben so sicherlich dem einen oder anderen Händler nachhaltig in Erinnerung. Aber nicht nur die Mitglieder des SCB konnten Eindruck schinden, sondern natürlich auch die auf dieser Messe präsentierten neuen Clubabfüllungen der Destillen Arran und Tomintoul kamen (und kommen immer noch) gut an. Die an beiden Tagen vom SCB und AoW durchgeführten Tastings waren proppenvoll und sorgten somit vorübergehend für Leere an des Ständen !
Erwartungsgemäß war die Nachfrage nach diesem Tasting groß, so daß schon lange vorher ein dritter Termin anberaumt werden musste…sehr zur Freude von Andrea, die mit diesen Verkostungen die „Tastingbühne“ zum ersten Male betrat und doch etwas mit Lampenfieber zu kämpfen hatte, das sich aber spätestens nach dem zweiten Dram legte ! Bemerkenswert im Übrigen auch Stoby’s Definition von „ideales Einsteigertasting“….love it or hate it !
Die Weihnachtstastings im Scotch-Club sind mittlerweile schon so etwas wie eine liebgewonnene Institution geworden, insbesondere bei unseren Gästen. Zum ersten Male in der Geschichte des SCB mussten ganze fünf Tastingtermine organisiert werden, die allesamt bereits schon lange vorher ausgebucht waren. Bei Weihnachtsgebäck, Geschichten aus der Feder des Bremer Autors Karl Lerbs und natürlich wie in jedem Jahr musikalischer Unterhaltung durch Gregor von Crest of Gordon, ließen sich die guten Tropfen umso besser genießen.
So, das soll es erst einmal gewesen sein. Wir bitten um Verzeihung, falls das ein- oder andere Event in diesem Rückblick keine Berücksichtigung gefunden haben sollte, wie z.B. diverse Private Verkostungen oder Grillfeten, gemeinsame Frühstücke, das Mitfiebern bein Viertelfinale sowie einige Tastingtermine. Nicht zu vergessen die regelmäßigen Clubcafes am Freitag, an denen es auch meist hoch her ging. Wir haben in diesem Jahr die Meßlatte mal wieder ziemlich hoch gelegt, so daß das nächste Jahr eine echte Herausforderung wird - aber das dachten wir letztes Jahr auch schon…es gibt viel zu tun…trinken wir’s aus !
Auf jeden Fall wünschen wir auf diesem Wege allen Mitgliedern und Gästen des Scotch-Clubs ein gesundes, erfolgreiches und glückliches Jahr 2007 !
Scotch Club Bremen