

Jahresrückblick 2008
Vorweg erstmal die Bitte um Entschuldigung dafür, daß es mit diesem Rückblick bis Mai gedauert hat aber jetzt ist es endlich soweit.
Um auch in diesem Jahr wieder ein sattes Programm bieten zu können, hatten sich unsere Vorständler erneut einiges einfallen lassen. Gerade das erste Halbjahr hatte es mit einer Fülle von Veranstaltungen in sich. Aber der Reihe nach :
Nach der obligatorischen Sylversterfeier startete das Jahr noch relativ harmlos mit der Verkostung von Abfüllungen des Islay Festivals 2007. In diesem Jahr schienen Sherry Abfüllungen absolut angesagt gewesen zu sein, was allerdings nur für einige wenige Grund zur Klage war.
Bereits der Februar startete dann wieder erbarmungslos durch, zunächst mit dem Burns Supper, welches zum ersten Mal im Haus Tritonia stattfand. Hans-Jürgen konnte seine Ankündigung das Haggis selber herzustellen in die Tat umsetzen und so gab es wenig Grund zur Klage. Bemerkenswert war noch Sönkes Einsatz, dem es zu verdanken war, daß wir noch rechtzeitig die passenden Teile für die Zapfanlage bekamen, sonst hätten wir ziemlich auf dem Trockenen gesessen... Weiter gings über die Highlights des Jahres 2007 zu einem Steckenpferd von Michael : Torf, Torf und nochmal Torf gab’s dann zum Ende des Monats, wobei die Islays in Rahmen dieses „Blind-Tastings“ diesmal weitestgehend ausgeklammert wurden.
Bevor es mit dem obligatorischen St.Patrick’s Day und einem Tyrconnell Vertical Tasting irisch wurde, gönnten sich die Mitglieder des SCB mal wieder etwas ganz exquisites : Bereits in 2007 ließen wir uns mit einigen Port Ellen Abfüllungen verwöhnen, die wir aus einer Sammlungsauflösung erwerben konnten. Diesmal veranstaltete Bobo mit einigen Duplikaten aus seiner Rare Malts Sammlung ein Tasting, bei dem der Begriff „sensationell“ die Qualität dieses Tastings nur knapp umschreibt. Bobo hat übrigens mittlerweile mitgeteilt, daß er da noch so’n paar Fläschchen rumstehen hat...
Tastingtechnisch ist der April für „alteingesessene“ Mitglieder eigentlich eher ruhig, da in diesem Monat die immer wieder beliebten obligatorischen Seminare stattfinden. Diesmal sah der Terminkalender jedoch (gewissermaßen als Vorspiel zur Whiskymesse in Limburg) einen „Kulturschock“ vor : Mit „Jenseit des Tweed“ verfasste Theodor Fontane einst einen Reisebericht durch Schottland, der an diesem Abend von Sönke und Uwe vorgestellt wurde...ein unvergessliches Erlebnis für alle Anwesenden. Auf jeden Fall ist der Spruch „...nach Schottland also“ mittlerweile zu einem geflügelten Wort im Club geworden.
Noch große Worte über die alljährliche Whiskymesse in Limburg zu verlieren, hieße Single Malt nach Schottland zu tragen (oder so...). Jedenfalls waren wieder reichlich Clubbies vor unter hinter den Ständen vertreten und das Kaiserwetter trug sein übriges zu einem gelungenen Tag bei.
Der Mai begann dann mit einem Membertasting, bzw. einer Veranstaltung der besonderen Art (von denen es in diesem Jahr noch mehrere geben sollte) : es gab „Whisky Kino“ im wahrsten Sinne des Wortes, indem nicht nur die Geschmacksknospen mit dem köstlichen Stoff (Tobermory 1972 *SCHMATZ*) bedient wurden, sondern auch die optischen Sinne mit dem Film Whisky Galore, in dem auf dramatische Weise die Rettung von diversen Kisten Whisky von einem sinkenden Schiff gezeigt wird...unvergessen auch die Verkostung eines Whiskies aus einer Wärmflasche!
Gegen Ende des Monats gab’s noch jede Menge wissenswertes über schottische Prominente von gestern und heute.
Gleich zwei öffentliche Tastings dann im Juni zum Ende des Halbjahres : zunächst gab Stoby eine Menge Infos zu den Clans in Schottland zum besten und zum Ende des Monats dann unser alljährliches Sommerwhisky Tasting, das diesmal wieder, wie bereits im vorigen Jahr, mit Live Bluesmusik (diesmal unplugged) gespickt war.
Sommer, Sonne, Sonnenschein...war uns in 2008 nicht gerade im Überfluss beschert, trotzdem nutzten wir die (Whiskytasting-)Pause dazu, mal wieder über den Tellerrand zu blicken. Carsten Röhl und seine Frau Liliana ließen uns vieles über das Nationalgetränk aus Lilianas Heimat wissen : den Tequila. Auf jeden Fall hochinteressant (wenn auch für uns wenig überraschend), daß diese Spirituose weit mehr ist, als ein Zeug, das man sich mit Salz und Zitrone in den Schlund kippt.
![]() Highland Games am Abend |
Nach dem mittlerweile obligatorischen Sommerfest, welches diesmal zum großen SCB-Cambridge-Englischtest genutzt wurde und den genauso obligatorischen Highland Games in Hude (hier noch groß Worte zu verlieren, wäre echt Unsinn...die Bilder gibt’s hier), legte Stoby dann mit dem ersten Tasting des Halbjahres die Messlatte schon ziemlich hoch : im Vertical Tasting wurden Malts der leider geschlossenen Lowland-Destille Rosebank verkostet, ein echter Schmackofatz.
Bevor es gegen Ende des Monats Whiskytechnisch auf die Inseln ging, kamen wir zum ersten (und wohl nicht zum letzten Male) mit einer netten Neuerung aus dem Quark : Wir gingen auf Wanderschaft und hielten ein Tasting außerhalb des Clubs ab. Auf Hans-Jürgens Initiative hin konnten wir unter dem Motto „SCB Up’n Swutsch“ unser Lebenswasser im Planetarium der Olbers-Gesellschaft schlürfen, während wir von professioneller Seite den Sternenhimmel erklärt bekamen - ein echtes Erlebnis.
Die nächsten Wochen müssen für den geneigten Whiskyfan das absolute Paradies gewesen sein, für seine Geldbörese dagegen eher ein Alptraum : der Oktober startete schonmal kräftig durch mit dem Whisky-Weekend, der Bremer Whiskymesse, die allerdings nur leidlich gut besucht war. Kurze Zeit später stellte Stoby mit den New Releases Neuerscheinungen auf dem Whiskymarkt vor, während den Mitgliedern zum Ende des Oktobers der erste Teil der Islay Festival Bottlings 2008 präsentiert wurde.
Ausnahmsweise mal mitten in der Woche dann ein Special-Tasting, in dem der unabhängige Abfüller Duncan Taylor seine Abfüllungen den Mitgliedern und Gästen vorstellte. Ein echtes Highlight dann Mitte des Monats, bei dem Diana Cartwright in der zweiten Auflage von Whisky & Schokolade dann gleich in fünf Tastings alles wissenswerte über Kakao und Schokolade vermittelte. Zum Abschluß dieser heißen Wochen im Herbst luden dann auch noch Corrie und Dietmar von Art of Whisky zu ihrer Buddelparty ein, bei der es noch einige nette Schätzchen zu entdecken gab.
Der letzte Monat wurde dann für den Einzelnen wieder etwas ruhiger und besinnlicher, da dieser wie üblich ganz den X-Mas Tastings gewidmet wurde, die (ebenfalls üblich) ausgesprochen gut besucht waren. Neben ausgesuchten Spitzenmalts (u.a. der bereits auf der Messe vorgestellte 1970er Glensalcraf) und der Story „Whisky für den Weihnachtsmann“ (wie nett...man kann ja auch nicht nur von Keksen und Milch leben), sorgte Victor Besch von den Cresties für die musikalische Untermalung der Tastings. Zwischen den Jahren trafen sich die Clubbies dann noch zum gemütlichen Jahresabschluss, bei dem es eigentlich fast nix besonderes gab...wer oder was ist schon Linlithgow ???
Scotch Club Bremen